GUESTBOOK
Rassestandard

Familie Wollnick
info@lundehund.de

Rassestandard Norwegischer Lundehund
der  F édération  C ynologique  I nternationale


Ursprungsland: Norwegen 

FCI-Gruppe: 5 - Spitze und Hunde vom Urtyp

Standard-Nr. 265

Die Rasse wird im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) vertreten durch den
Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH e.V.) 

Größe:

   Rüden          35 bis 38 cm, Gewicht ca. 7kg

   Hündinnen  32 bis 35 cm, Gewicht ca. 6kg 

Geschichte: 

Die charakteristische Jagd auf den Papageientaucher (norwegisch: Lunde) mit einem dafür geeigneten Hund wurde bereits im 16. u. 17. Jahrhundert beschrieben. Etwas später, 1753, berichtet der Bischof von Bergen, dass im "Nordland" Hunde für den Vogelfang abgerichtet würden. Auf den steilen Felsküsten konnte man ihm nicht nachfolgen. Die Lundehunde lebten damals ausschließlich auf der Insel Väröy und der Inselgruppe Röst. Die Bauern hielten 12 bis 14 solcher Vogelhunde. Ein einziger Hund konnte in der Jagdzeit in einer Nacht bis zu 130 Vögel aus den Höhlen holen. In jenen Gebieten besaß jeder Hof drei bis vier Fässer mit je ca. 400 eingesalzenen Vögeln. Die Vogeljagd war oft ertragreicher für die Bauern, als andere Einkünfte. Bereits 1779 beschreibt Nicolei Jonge die Lundehundjagd und nach ihm schreiben noch weitere, unabhängig von einander über diese eigentümliche Jagd. Der Bestand an Lundehunden ging zurück, als man um 1850 begann die Papageientaucher mit Netzen zu fangen. Nur durch das Eingreifen von einigen Idealisten war es möglich, die Rasse vor dem völligen Aussterben zu bewahren. Und letztlich gelang dies nur durch eine Reihe von Zufällen. Als der Norwegische Kennel Club die Rasse offiziell anerkannte, gab es nur noch 60 Hunde. Um das knappe Zuchtmaterial zu bewahren, war der Export dieser Hunde viele Jahre verboten. 

Verwendung:

Die anatomischen Besonderheiten prädestinieren den Lundehund zur Jagd auf die in Erdhöhlen lebenden Papageientaucher. Der kleine temperamentvolle Lundehund, auch Norwegischer Vogelhund genannt, ist ein leistungsfähiger und arbeitsfreudiger Jagdhund. Er wird heute seinem ursprünglichen Verwendungszweck nicht mehr zugeführt denn die Jagd auf Lundevögel ist inzwischen verboten. 

Rassestandard: 

Der Lundehund ist ein rechteckiger Spitzhund. Klein, relativ leicht mit deutlichem Geschlechtsgepräge. Kräftige Läufe mit mindestens sechs Zehen an jeder Pfote, wovon mindestens fünf an der Vorderpfote und vier an der Hinterpfote gleichzeitig auftreten also den Hund abstützen sollen. Die Rute wird ringelförmig oder leicht gerollt über dem Rücken getragen. Der Kopf ist keilförmig von mittlerer Breite. Der Hund soll vorzugsweise ein Scherengebiss haben. Die Augen sind leicht schräg gestellt, nicht vorstehend. Die Iris ist gelblich braun und die Pupille ist von einem dunkelbraunen Ring umgeben. Die Ohren sind dreieckig, von mittlerer Größe, breit an der Basis, aufrecht getragen und sehr beweglich. Sie weisen eine Besonderheit auf. Die Knorpel werden zusammengezogen, sodass das äußere Ohr zusammengefaltet und verdreht werden kann und der Gehörgang damit verschlossen wird. Die Rute ist hoch angesetzt, halblang, dicht behaart. Er wird ringelförmig oder leicht gerollt über den Rücken getragen, soll jedoch nicht in der Art des Buhundes oder Norwegischen Elchhundes gerollt sein. An den Pfoten sind mindestens sechs Zehen, wovon vorne fünf voll ausgebildet sind. An den hinteren Pfoten sind ebenfalls mindestens sechs Zehen, wovon vier voll ausgebildet sind. Die restlichen zwei sind als doppelte Afterkrallen angeordnet. Der Gang ist leicht und federnd. Das Haarkleid besteht aus weicher Unterwolle und einem dichten, rauhen äußeren Mantel. Es ist rotbraun bis fahlbraun mit weißen Abzeichen, sowie weiß mit dunklen Abzeichen. Alle mit mehr oder minder schwarzen Haarspitzen. 

Eigenschaften:

Der Lundehund wechselt allmählich In die Rolle eines freundlichen, aufmerksamen, temperamentvollen und kinderlieben Haus- und Begleithund, der weite Wanderungen liebt. Dass sie trotzdem nichts von ihren Fähigkeiten verloren haben, wurde in einem Film des norwegischen Fernsehens gezeigt. Ein Lundehund schlüpfte in den Brutgang und apportierte seine Beute lebend. Der danach freigelassene Papageientaucher konnte unversehrt sofort über See abstreichen. 

Besonderheiten: 

Die beim Lundehund vereinten anatomischen Eigenarten wie sechs Zehen und sieben bis acht Ballen an den Pfoten, die beweglichen Schultergelenke, durch die die Vorderläufe im nahezu 90°-Winkel zur Seite abgespreizt werden können, das Verschließen der Ohren, sowie das zurückbiegen des Kopfes auf den Rücken, sind bei keiner anderen Rasse zu finden.

 

[Home] [Der Lundehund] [Wir über uns] [links] [Taron]